Andacht

Andacht: Juni - August 2017

 

Geh aus, mein Herz, und suche Freud in dieser lieben Sommerzeit … (EG 503)

 

Die farbenfrohe Natur, köstliche Früchte, das Rauschen des Meeres, lange, warme Abende, das Zirpen der Grillen beim Sonnenuntergang… Der Sommer hält wohl besondere Momente im Jahr bereit.

Vielleicht kennen Sie das Buch „Tausend Geschenke“ von Ann Voskamp.                      

Sie entdeckte in kleinen Alltagsdingen die große Liebe Gottes zu ihr ganz neu.

Die dabei entstandenen Fotos sind in Kalendern und Karten festgehalten.

Eucharistie – dieses Wort war ihr Schlüsselwort. Sie schreibt:

„Ich sehe Jesus vor mir. Jesus – Gott und Mensch zugleich. Seine Lebenszeit war begrenzt. Jesus, der Gott-Mensch, kam, um mich aus dem Gefängnis der Angst, Schuld, Depression und Traurigkeit zu befreien. Als Jesus nur noch knappe zwölf Stunden zu leben hatte, was hielt er da für das Wichtigste?

´Dann nahm Jesus das Brot, sprach darüber das Dankgebet, brach es in Stücke und gab es ihnen…` (Lukas 22, 19)

Ich lese langsam, im Original. `Er sprach darüber das Dankgebet´ heißt auf Griechisch im Infinitiv eucharisteo. Eucharisteo, die Danksagung, enthält nicht nur charis, die Gnade, sondern auch das damit verwandte Wort chara, die Freude.

Bei einem erfüllten Leben geht es um (…) Freude.“

So einfach ist das! Was wir Erwachsenen oft verkomplizieren, ist oft so einfach. Da können wir von den Kindern etwas lernen!  Ich bin dabei, den Kindern anhand Gottes herrlicher Schöpfung seine Liebe zu uns verständlich zu machen, ihnen Seine Größe, Güte und Barmherzigkeit vor Augen zu stellen. Dazu müssen wir oft hinausgehen und mit dem Herzen suchen, wie Paul Gerhard es in seinem Lied (EG 503) sagt. Machen Sie mit? 

Und vergessen Sie nicht das Weitersagen, damit Gottes Wort laufen kann.

Ein bewusstes Leben im Augenblick wünscht Ihnen Heike Gräßler.

 

„Bei Gott hören die Segnungen nie auf, weil auch seine Liebe zu mir nie aufhören wird.“                                    Ann Voskamp

 

Andacht: März - Mai 2017 

 

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Ziemlich erstaunlich, was möglich ist, wenn Anfang und Ende stimmen!

 

Jesus spricht: „Ich bin das A und das O, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende.“ Off. 22,13

 

Wenn der Anfang und das Ende stimmen, können Schwierigkeiten, Irrwege, Schuld… meinen „Lebenstext“ nicht  gänzlich zerstören. Wenn Jesus der Anfang und das Ende ist, behält mein Leben Sinn durch alle Wirrnisse hindurch.

 

Auf den ersten und den letzten Buchstaben kommt es an.

 

Ein interessanter Gedanke - auch für uns als Gemeinde.

 

Wenn Jesus der Anfang, also Grund und Ziel unserer Gemeinschaft ist,

 

dann werden wir so manches Durcheinander dazwischen aushalten.

 

Wenn Jesus Anfang und Ende ist, haben Meinungsverschiedenheiten, unerfüllte Erwartungen oder Schuld unter uns nicht das letzte Wort. Wo Jesus der Grund und das Ziel unserer Gemeinschaft ist, werden wir immer wieder zueinander finden.

 

Jesus spricht: „Ich bin das A und das O, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende.

 

Wie tröstlich in einer durcheinandergeratenen Welt, wo Werte kopfstehen, der Stärkere regiert, und man sich in einer immer komplexeren Welt nach einfachen Lösungen sehnt...

 

Wir kommen von Weihnachten - Jesus ist geboren, der Anfang ist gemacht. - Und Jesus wird wiederkommen, am Ende der Welt, dann unübersehbar als Herr und Richter. Und er wird geraderücken, was durcheinandergeraten ist, mit aller Klarheit und Liebe!

 

Auch das größte „Durcheinander“ kann Gottes Plan mit seiner Welt nicht zerstören, denn Anfang und Ende liegen in seiner Hand.

 

Es grüßt Sie herzlich,

Ihre Yvonne Bemmann.

Andacht: August/September 2016

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser unseres Gemeindeblattes,

 

der Schriftsteller Heinrich Böll fragte sich: „Ordnung ist das halbe Leben. Woraus mag die andere Hälfte bestehen?“

Bei den Germanen im frühen Mittelalter war das Wort ordnen bereits bekannt: in Ordnung bringen, gehörig einrichten, in Reihen zusammenstellen, ordnen oder anordnen. Unter Ordnung versteht man die Tätigkeit des Ordnens, Geregeltheit, Aufgeräumtheit, Sauberkeit, systematische Zusammenfassung, Reihe, Grad, Regel, Vorschrift. Dazu gehören Ordner, der für Ordnung sorgt und die Vorrichtung zum Einordnen von Schriftstücken. Das hört sich alles sehr nüchtern und wenig prickelt an.

Wenn Sie diese Zeilen lesen, habe ich meine Wohnung in Grünlichtenberg für 14 Tage mit einem Bett im ehem. Kloster Doberan an der Ostsee getauscht. Ich mache da Führungen durch das Kloster und das Münster. In der Blütezeit dieses Zisterzienserklosters lebten hier über 200 Mönche gemeinsam unter einem Dach. Auch da braucht es eine Ordnung. Die Regeln des heiligen Benedikt sind in 73 Kapitel eingeordnet. Strenge Regularien!

Der Volksmund sagt: „Ordnung ist das halbe Leben“, d.h. im Umkehrschluss nicht der ganze Lebensinhalt. Wie schnell sammelt sich Vieles an, das abgelegt, aufgeräumt oder aussortiert werden sollte. Es fehlt die Lust, die Zeit, um wieder Ordnung und Übersichtlichkeit zu schaffen. Erst bei einer größeren Suchaktion kommt der Vorsatz: Die Schweinerei muss eine andere werden. Paulus schreibt im Brief an die Gemeinde in Korinth (1. Kor 14,33) „Gott will nicht Unordnung, sondern das, was für alle gut ist.“ Hier wird nicht vorgeschrieben, wie die Ordnung auszusehen hat. Wichtig ist, was für alle gut ist. Wo macht wie viel Ordnung Sinn? Wie viel Zeit kann ich sparen? Wie viel äußere Ordnung brauche ich für meine innere Ordnung?

So gibt es im kirchlichen Bereich viele Ordnungen: Gebühren-, Friedhofs- oder Läuteordnungen. Für die Schüler, die nun ein neues Schuljahr beginnen, wird die Haus- oder Schulordnung wichtig. Für unseren zukünftigen Pfarrer Tietze wird am 11. September die Kirchen- und Ordinationsordnung maßgebend sein. Für die Musiker, welcher Ende August in der Grünlichtenberger Kirche eine neuerliche Vulpius-CD einspielen wird es die Ordnung der Noten sein, die zum Tragen kommen wird.  

Trotz vieler fast inflationärer Ordnungs-Ratgeber gibt es keine Patentrezepte für den Umgang mit der Ordnung. Und die „andere Hälfte“ des Lebens will ja auch gefüllt werden. Ich wünsche dabei gutes Gelingen!

 

Der Ordnung halber: Auch im Namen der Pfarrer, Kirchvorsteher und Mitarbeiter wünsche ich einen gesegneten Start in den Alltag!

 

Ihr/ Euer Michael Kreskowsky

Andacht: Juni/Juli 2016

 

Monatsspruch Juli: Der Herr gab zur Antwort: Ich will meine ganze Schönheit vor dir

vorüberziehen lassen und den Namen des Herrn vor dir ausrufen. Ich gewähre Gnade,

wem ich will, und ich schenke Erbarmen, wem ich will. (2. Mose 33,19)

 

Dieses Bibelwort könnte ich in meine Schatzkiste einsortieren. Inmitten unseres Alltags

brauchen wir manchmal genau so ein Wort. Als ich neulich gehetzt von Terminen und getrieben von Panik, ob alles zu schaffen sei und zu einem guten Ergebnis kommt, tatsächlich 10 Minuten zu früh dran war, waren es genau diese 10 ungeplanten Minuten, die mir die Augen öffneten.

Da stand ich und begriff das Leben: ein Frühlingsabend voller Düfte und zauberhafter

Lichtstimmung, Vogelgezwitscher, blühende Bäume, Wiesen und Gärten, die rotgoldene

Abendsonne. Ein Moment in dem die Zeit still steht - einfach so, ganz plötzlich

und unerwartet. Ich erlebte die Schönheit Gottes und fühlte mich eins mit der Natur

und mit Gott. Eine kleiner zeitloser Augenblick der Gnade. Wer solche Momente schon erlebt hat, weiß, wovon ich rede. Du bist da - und es ist gut. Alle Sorgen und Probleme spielen in diesem Moment keine Rolle, weil du weißt: Ich bin da - Gott ist da und das genügt. Gott sagt: „Ich will meine Schönheit an dir vorüber ziehen lassen.“ Das sind Momente des Auftankens - unverhoffte Geschenke. Ich wünsche uns immer mal wieder solche Schatzmomente in unseren Alltagszeiten.

Gott lässt uns seine Gnade spüren. Zu dieser Jahreszeit macht er es uns besonders leicht. Halten Sie inne und atmen Sie die Schönheit Gottes in seiner Schöpfung. Vielleicht ist es bei Ihnen aber auch eine besondere Begegnung mit einem Menschen, ein Ort der Stille oder einer voll pulsierenden Lebens. Wie diese Schönheit Gottes Sie erreicht, müssen Sie selbst herausfinden. Das Einzige, was Sie dazu tun können, ist, sich darauf einzustellen, dass Gottes Gnade Sie erreichen will. Vielleicht spüren Sie dabei auch schon Urlaubssehnsucht. Das ist verständlich, aber leider neigen wir dazu, im Urlaub unseren Alltag auszublenden, zu verdrängen. Und dann erwarten wir vom Urlaub die optimale Heilung und Glückseligkeit.

Versuchen wir doch unser Leben mit all seinen Facetten hineinzunehmen in die Begegnung mit Gott und lassen wir uns überraschen von seiner Gegenwart und Gnade - im Alltag wie im Urlaub. Dann werden wir spüren, dass wir aufgehoben sind - mit unserer kleinen Kraft, mit unserem begrenzten Wissen, mit unserem rätselhaften ICH - voller Vertrauen, ein kleiner Teil zu sein in Gottes großem Heilsplan mit dieser Welt.

Und vielleicht gehört dann auch der Juni-Spruch zu Ihrer Schatzsammlung:

Meine Stärke und mein Lied ist der Herr, er ist für mich zum Retter geworden. (2. Mose 15,2)

 

Einen gesegneten Sommer wünscht

Ihre Annekathrin Pürthner

Andacht: April/Mai 2016

 

Ein erfolgreicher Geschäftsmann wurde einmal gefragt: „Wie ist es Ihnen gelungen in den USA während der Weltwirtschaftskrise ein so erfolgreiches Schuhunternehmen zu gründen? Was ist ihr Erfolgsrezept?“ Der Geschäftsmann lächelte. „Tja, also, ich war neu in den USA und mein Englisch war sehr schlecht … Ehrlich gesagt, ich konnte keine Zeitung lesen … Ich wusste gar nichts von der Krise…“

Wozu wären wir in der Lage, wenn wir weniger „Englisch“ könnten? Wenn wir uns weniger von Nachrichten, Mainstream und Befürchtungen leiden ließen? Welche Visionen und Träume würden wir leben? Was würden wir wagen? Und: Wie würden wir Gemeinde bauen? Was befähigt uns getrost und mutig in die Zukunft zu gehen, mehr noch: sie aktiv zu gestalten? Jesus Christus ist und bleibt derselbe, gestern, heute und für immer. Darum lasst euch nicht durch alle möglichen Lehren in die Irre führen. Es ist das Größte, wenn jemand seine ganze Hoffnung auf Gottes Gnade setzt und sich durch nichts davon abbringen lässt. (Hebräer 13,8+9)

 

Es grüßt Sie herzlich,

Ihre Yvonne Bemmann.

Andacht: Februar/März 2016

 

Das ist nun die erste reguläre Nummer eines gemeinsamen Kirchenblattes im neugegründeten Kirchspiel Waldheim-Geringswalde und alles was im letzten Kirchenblatt noch unter Vorbehalt geschrieben werden musste, ist seit dem 01.01.2016 „amtlich“ und wurde in einem festlichen Gottesdienst unter Gottes Wort und Segen gestellt. Im letzten Kirchenblatt hat Pfr. Richber sehr schön den Inhalt des neuen Kirchspiellogos erklärt. Und so könnte in Zukunft das neue Siegel des Kirchspieles, das zu dessen Außenvertretung und Dienstverkehr benutzt wird, aussehen [s. Abbildung*)]. Dazu will ich einiges anmerken: Der Entwurf des Siegels zeigt eine Bischofsmitra (Bischofshut). Um deutlich zu machen, dass es sich hierbei nicht um eine allgemeine Mitra handelt, sondern um die des Bischofs Nikolaus, dessen Namen drei der 11 Kirchen im neugegründeten Kirchspiel tragen (Grünlichtenberg, Reinsdorf, Waldheim) ist dieser Mitra ein typisches Erkennungszeichen des heiligen Nikolaus beigefügt worden - der Anker, als Symbol dafür, dass der Hl. Nikolaus z. B. als der Schutzheilige der Handelsreisenden und der Seeleute galt. (Das war übrigens nicht seine einzige Schutzfunktion als Heiliger). Unter der Mitra des Hl. Nikolaus ist ein Teil des Siegels der Martin-Luther-Kirche Geringswalde abgebildet. Es erinnert an die Lutherrose, das Familienwappen der Familie Luther (Dazu ist als Wahlspruch überliefert – und der deckt sich mit Luthers theologischem Denken: „Das Christenherz auf Rosen geht, wenn‘s mitten unterm Kreuze steht“). In der Mitte der angedeuteten Rose, gut erkennbar, das Herz und das Kreuz darin. Diese Symbole: Anker, Herz und Kreuz haben aber auch noch einen ganz zentralen biblischen Bezug: „Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe - diese drei, aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“ (1. Kor. 13, 13). Nach der christlichen Symbolik  steht der Anker sinnbildlich für die Hoffnung, das Kreuz für den Glauben und das Herz für die Liebe. In manchen Kirchen ist das auch abgebildet. Neben den Symbolen für Glaube, Hoffnung, Liebe ist mir in dem Vers aus dem 1. Korintherbrief aber auch noch das Verb bleiben ganz wichtig. Selbst wenn, wie Jesus im Matthäusevangelium sagt, „Himmel und Erde vergehen“, seine Worte bleiben. Selbst wenn sich um uns herum, selbst wenn sich in unserem unmittelbaren persönlichen Leben vieles verändert: Gottes Grundzusagen bleiben bestehen: Glaube, Hoffnung, Liebe – diese drei, aber die Liebe ist die größte unter ihnen. So ausgestattet können Sie, die Christenmenschen im Kirchspiel Waldheim-Geringswalde, gelassen, getrost und zuversichtlich gemeinsam unterwegs sein. Daran wird auch das neue Siegel immer wieder erinnern.

 

In herzlicher Verbundenheit grüßt Sie

Ihr Superintendent Arnold Liebers

 

*) Das neue Siegel muss noch vom Siegelsachverständigen unserer Landeskirche und

vom Landeskirchenamt, nach sphragistischen (siegelkundlichen) und theologischen Kriterien, genehmigt werden.

Für den Gebrauch in den einzelnen Kirchspielgemeinden gelten die örtlichen Siegel weiter.

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© Ev.-Luth. Kirchspiel Waldheim-Geringswalde (2016)