Benediktinerinnenkloster St. Marien Geringswalde

Erstmals urkundlich erwähnt wird der Ortsname Geringswalde im Jahre 1233 als "Gerungeswalde" in der Stiftungsurkunde des Benediktinerinnen­klosters St. Marien vom 2. Januar 1233 und erneut, diesmal als Gerungswalde, in der Schutz- und Bestätigungsbulle des Papstes Gregor IX. vom 29. Oktober 1237.

Eine Ansiedlung an diesem Ort hatte aber schon früher stattgefunden, da in der Urkunde von 1233 von areas et fundum castri destructi et opidi desolati cum Piscina eciam adiacente (Grund und Boden der zerstörten Burg und der verwüsteten Ortschaft mit dem anliegenden Fischteiche) die Rede ist.

 

Hermann II. von Schönburg stiftete 1233 das Benediktinerinnenkloster, das bis zur Reformation als Grablege der Familie diente.

 

Der Ortsname geht auf den Personennamen Gerung oder Gering zurück und bedeutet Siedlung am/im Wald eines Gerung/Gering. Namensgeber könnte der meißnische Bischof Gerung gewesen sein, der sich in seiner Amtszeit von 1152 bis 1170 sehr um die Besiedlung des Landes verdient gemacht hat.

 

Nach der Reformation wurde das Nonnenkloster säkularisiert (einigen Ordensschwestern wurde bis zu ihrem Ableben das Wohnrecht gewährt) und in ein Rittergut umgewandelt, das nach dem Zweiten Weltkrieg seinerseits aufgelöst und größtenteils abgerissen wurde.

 

Für kurze Zeit bestand im ehemaligen Kloster eine orthodox-lutherische Schule, die 1568 aufgelöst wurde, weil ihr Rektor des Flacianismus beschuldigt wurde.

 

Leider gibt es zur Zeit keine weiteren Informationen über die Klostergeschichte.

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