Pfarrer in Grün(lichten)berg

1552-1564 Pfarrer Simon Blum
(er ist zweifellos der erste evangelische Pfarrer in Grünberg, denn es lassen sich Kinder nachweisen - zur Kirchgemeinde gehören folgende Orte: Grünberg, Lichtenberg, Höckendorf und Reichenbach – Pfarrer Simon Blum starb vermutlich 1564)

1564-1583 Pfarrer Bartholomäus Grave, Graw oder Grau

(errichtete 1575 eine noch heute vorhandene Matrikel - er kam aus Roßwein, starb 1583  und wurde in der alten Kirche vor dem Altar beigesetzt)

 

1583-1588 Pfarrer Elias Judex oder Richter


1589-1632 Pfarrer Daniel Gregorius

(er wurde am 22. März 1557 in Waldheim geboren war 1573 bis 1576 Afraner und 1578 bis 1588 zuerst Kantor in Waldheim - er wurde am 16. und 18. Oktober 1632  durch Kroaten im Pfarrhaus ermordet)

1633-1638 Pfarrer Peter Mollerus oder Müller
(er wurde in Pegau geboren und war zuvor Diakonus in Zabeltiz bei Großenhain, kam 1633 nach Grünberg und wurde 1638 nach Groitzsch versetzt, wo er 1676 starb)

1638-1644 Pfarrer Thomas Lehmann
(er wurde in Döbeln geboren, kam 1638 nach Grünberg und wurde 1644 nach Rüsseina versetzt, wo er 1665 starb)
 
1644-1680 Pfarrer David Schürer
(er wurde in Sebnitz geboren, besuchte die Fürstenschule in Meißen kam 1644 nach Grünberg und starb am 15. September 1680 an der Pest  - seine Frau mit Kindern und auch zwei Mägde waren ihm schon voran gegangen)
 
1680-1720 Pfarrer Johannes Lohdius
(er wurde in Langhennersdorf geboren, kam 1680 nach Grünberg und starb am 15. September 1720 als er nachmittags wieder predigen wollte mitten im Gottesdienst, als die Gemeinde den Liedvers sang: Von allen Übeln uns erlös ...)

 

1721-1742 Pfarrer Johann Samuel Claußnitzer
(er wurde 1677 in Helbigsdorf geboren, besuchte das Gymnasium in Annaberg und Weißenfels, war 1706 - 1714 Pfarrsubstitut in Mulda, 1714 - 1721 Pfarrer zu Rosenthal und trat Palmarum dem 6. April 1721 das Pfarramt in Grünberg an, schrieb 1727 eine Chronik über die Kirchfahrt Grünberg und starb dann 1742 in Grünberg)

1743-1758 Pfarrer Karl Gottfried Lohdius
(er wurde als Sohn des 8. Pfarrers 1698 in Grünberg geboren, besucht 1710 die Thomasschule und 1715 die Universität zu Leipzig, war 1732 Pfarrer in Schönerstädt bei Hartha, 1740 Pfarrer in Ablaß bei Wermsdorf und 1743 bis zu seinem Tod am 30. Januar 1758 Pfarrer in Grünberg)

1758-1800 Pfarrer Heinrich Sigismund Aster
(er wurde 1712 in Döbeln geboren, 1727 Kreuzschüler, 1735 Student in Wittenberg, 1741 Rektor in Colditz, 1749 Pfarrsubstitut und dann Pastor in Lastau, kam 1758 als Pfarrer nach Grünberg und starb am 14. November 1800 bei seinem Schwiegersohn Pfarrer Laux in Schweigershain,wohin er auf ein paar Tage gereist war)

1800-1819 Pfarrer Carl August Aster
(er wurde als Sohn des Vorgängers 1749 in Colditz geboren, besuchte die Kreuzschule in Dresden und danach die Universität Leipzig, war einundzwanzig Jahre lang, von 1779 seines Vaters Substitut und danach dessen Nachfolger im Pfarramt Grünberg, starb den 31. Dezember 1819 nach langer schwerer Krankheit in Grünberg)

1820 - 1830 Pfarrer Anton August Aster
(er wurde am 27. November 1789 als Sohn des Vorgängers in Grünberg geboren, besuchte 1803 die Fürstenschule Meißen, wurde 1819 Substitut seines Vaters und 1820 dessen Nachfolger, 1830 - 1859 war er Pfarrer in Liebenau und starb 1866 in Dohna)

1830-1844 Pfarrer Carl Friedrich Hunger
(er wurde 1783 in Döbra geboren, besuchte das Gymnasium Freiberg, war 1810 - 1813 Konrektor an dem Lyceum Pirna, 1814 - 1817 Königl. Sächs. Brigadefeldprediger auf der Festung Königstein, 1817 Diakonus in der Stadt Königstein und kam 1830 nach Grünberg, am 25. Oktober 1844 starb er in Grünberg)

1845-1876 Pfarrer Johann Karl Jacob Noth
(er wurde 1800 in Henneberg/Suhl geboren, besuchte 1815 die Fürstenschule Grimma, wurde 1822 Hospitalprediger und Mädchenlehrer und 1825 Diakonus in Königsbrück, 1830 Pfarrer in Ottendorf bei Mittweida und kam 1845 nach Grünlichtenberg, 1863/64 entstand die heutige Kirche, am 1. Oktober 1872 feierte er unter großer Teilnahme seiner Amtsbrüder und seiner Kirchgemeinde das goldene Amtsjubiläum und wurde dabei mit dem Ritterkreuz des Albrechtsordens dekoriert, 1876 ging er in den Ruhestand und starb 1891 in Waldheim)

1876-1893 Pfarrer Karl Friedrich Julius Herrnsdorf
(er wurde 1822 in Steinbach bei Wilsdruff geboren, besuchte 1835 das Gymnasium Freiberg, wurde 1858 Pfarrer in Pöhl (heute ist der Ort nicht mehr vorhanden - Talsperre Pöhl) bei Plauen und kam 1876 nach Grünlichtenberg, im Oktober 1893 kam Vikar Paul Theodor von Dosky ein Predigtamtskandidat aus Chemnitz nach Grünlichtenberg, Pfarrer Herrnsdorf starb aber am 29. November 1893 und von Dosky überbrückte die Vakanzzeit, er selbst ging 1894 als Pfarrer nach Schönberg bei Meerane, hielt aber 1894 im Landwirtschaftlichen Verein Grünlichtenberg noch einen Vortrag über die Geschichte der Kirchgemeinde, die später auch in Druck gegeben wurde)  

1894-1913 Pfarrer Johann Friedrich Berthold Lunderstädt
(er wurde am 23. Juli 1846 in Großbockedra bei Kahla im West- oder Thüringer-Kreise des Herzogtums Sachsen-Altenburg geboren, besuchte von 1860 - 1864 das Lyceum und spätere Gymnasium zu Eisenberg, von 1864 - 1868 das zu Altenburg, von Ostern 1868 - 1870 die Universität Jena und 1870/71 die in Leipzig, war 1871 - 1873 Lehrer an dem Herzschen Knabeninstitut Frauenfels in Altenburg und wurde im Dezember 1873 Pfarrsubstitut in Niederwiera bei Altenburg, im März 1881 siedelte er als Pfarrer von Schönberg mit Pfaffroda nach Sachsen über und wurde am 15. Juli 1894 Pfarrer in Grünlichtenberg, danach zog er nach Leipzig/Reudnitz, Augustenstr. 15)

1913-1924 Pfarrer Friedrich Christian Bemmann
(er wurde am 20. Juni 1866 in Riesa geboren, besuchte die Gymnasien Zwickau und Wurzen, war 1895 Hilfsgeistlicher, 1897 zweiter Diakonus in Meerane, 1902 Pfarrer in Niederbobritzsch, 1909 Missionsinspektor in Leipzig und kam 1913 nach Grünlichtenberg, 1924 ging er in den Ruhestand und  eine Chronik von 1931 sagt folgendes: “Ein 1924 plötzlich eintretendes Gallen- und Leberleiden, das eine Kur in Karlsbad nötig machte sowie ein ebenso plötzlich auftretendes Herzleiden hatten seine Kraft vor der Zeit zermürbt. In Bayern, in Schrobenhausen bei Augsburg, fand er seinen Ruhesitz, wo er seine letzten Lebensjahre zubrachte. Am 25. November 1929 verstarb er daselbst mit Hinterlassung seiner treuen Lebensgefährtin, einer geborenen Jacobi aus Hohenstein und seines einzigen Sohnes - Jurist.”)

1924-1925 Vikar Rüdiger


1925-1958 Pfarrer Adolf Kurt Berndt
(er wurde am 3. April 1887 in Elstra geboren, in Struppen, seiner 1. Pfarrstelle wurde er am 24. März 1912 ordiniert, war 1913 Pfarrer in Linz und ab 1918 in Obercrinitz und kam 1925 nach Grünlichtenberg, er ging am 1. Mai 1957 nach 31 Jahren Dienst in Grünlichtenberg in den wohl verdienten Ruhestand, im Feierabendheim Schleusingen starb er am 19. Januar 1973, die Beerdigung erfolgte am 25. Januar auf dem Grünlichtenberger Friedhof)

1959-1961 Pfarrer Hermann Pank
(er wurde am 11. Oktober 1934 in Dresden geboren, war 1946 - 1952 in der Thomasschule/Thomanerchor in Leipzig, studierte 1952 - 1957 in Leipzig Theologie, kam am 9. August 1959 als 24jähriger Vikar nach Grünlichtenberg, wurde hier am 28. Juni 1959 ordiniert und im selben Jahr erfolgte eine seltene Generalvisitation des Landesbischofs von Sachsen Dr. Noth, er ging 1961 nach Leipzig/Knauthain und später Gohlis, 1985 siedelte er nach Westdeutschland über und wohnt seitdem in Auggen im Schwarzwald)

 

1962-1977 Pfarrer Gottfried Glatte
(er wurde am 9. Februar 1922 in Chemnitz/Hilbersdorf geboren, ging dort 4 Jahre zur Grundschule und wurde 1932 im Realgymnasium aufgenommen, es folgte die Lehre als Kaufmann und 1939 kam er zum Arbeitsdienst der Wehrmacht, bei den Sturmgeschützen erfolgte der Einsatz gleich in Rußland dort verlor er durch eine Mienenverletzung beide Beine, von 1949 - 1961 ist er in Chemnitz/Hilbersdorf Lehrer gewesen, kam am 15. Juli 1962 als Pfarrverweser nach Grünlichtenberg und wurde am 17. Februar 1963 hier ordiniert, (seit 1972 gehört Ehrenberg zur Kirchgemeinde), 1977 - 1988 war er Pfarrer von Kemtau/Erzg. und siedelte als Rentner 1989 nach Bad Nenndorf in Westdeutschland über, nach dem Tod seiner Frau ging er 1998 ins Seniorenheim Schömberg bei Rottweil im Schwarzwald)  

1977-1981 Diakon Werner Naacke
(er kam 1977 nach Grünlichtenberg, ihm wurde von der Bezirksparteileitung die Ausreise ans Herz gelegt, daraufhin ging er 1981 über Berlin/West nach Essen ins Ruhrgebiet, wo er heute noch wohnt)

1981-1999 Pfarrer Wolfgang Jahn
(er wurde am 18. Juli 1948 in Arnsdorf bei Penig geboren, studierte in Leipzig Theologie, heiratete 1974 seine Frau Christine geb. Stier, wurde in Waldheim, seiner 1. Pfarrstelle am 11. Juli 1976 ordniniert und kam am 1. September 1981 nach Grünlichtenberg, in dieser Zeit wurde von 1987 - 1995 die Kirche von außen Restauriert, da die Pfarrstelle 1999 “aufgelöst” wurde ging er am 1. September 1999 nach Gersdorf als 2. Pfarrer von Hartha)

 

1994

ging die Kirchgemeinde Grünlichtenberg ein Schwesterkirchverhältnis mit der Kirchgemeinde Greifendorf ein.

1999 – 1. Strukturreform
Die Pfarrstelle Grünlichtenberg wurde aufgelöst und die Kirchgemeinden Grünlichtenberg und Waldheim wurden zusammengelegt. Der Pfarrer hat seinen Wohnsitz seitdem in Waldheim.

2000-2003 Pfarrer Ralph-Eckehardt Pohle
(er wurde am 31.12.1954 in Wittenberg geboren, studierte in Berlin und Magdeburg Theologie, wurde am 12.12.1977 im Dom zu Magdeburg ordiniert und kam 1980 nach Rodewisch/Vogtland, Palmarum 2000 wurde er Pfarrer für Grünlichtenberg und Waldheim und ging 2003 nach Wilkau-Haßlau)

2004 - 2009 Pfarrer Michael Günther
(er wurde am 11.12.1958 geboren, wurde 1989 ordiniert, seine erste Stelle war Niederstriegis, 1997 Döbeln III in Knobelsdorf mit Otzdorf bis 2004, seitdem Waldheim I, 2010 wechselte er nach Dittersbach bei Stolpen)

 

2010 - heute Pfarrer Reinald Richber

(2000-2010 Pfarrer von Oelsnitz im Erzgebirge)

 

2016

wird das Kirchspiel Waldheim-Gringswalde gegründet.

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© Ev.-Luth. Kirchspiel Waldheim-Geringswalde (2016)